FAQ rund um die Themen Tank, Tankschutz, Entsorgung, Rohrleitungsbau, Industriemontagen …

Warum sollte ein Heizöltank regelmäßig gereinigt werden?

Heizöl EL (extra leicht) ist ein hochwertiges Produkt aus der Rohölverarbeitung. Die Eigenschaften des Heizöls sind in der DIN 51603 Teil 1 festgelegt. Heizöl EL unterliegt einer natürlichen Alterung durch die sich ölunlösliche Anteile bilden, die sich am Tankboden ablagern. Diese Alterungsprodukte entstehen unabhängig von der Lagerdauer und werden durch viele externe Einflüsse begünstigt. Diese Faktoren sind z.B. Wärme, Lichteinfall, Sauerstoffkontakt, Mikroorganismen oder katalytische Wirkung von Metallen.

Diese Ablagerungen am Tankboden können in Verbindung mit Kondenswasser zu Korrosion von Stahltanks führen. Ein weiteres Problem, das unabhängig von der Tankart und dem Werkstoff auftreten kann ist, dass durch die fortschreitende Ablagerung der Alterungsprodukte, die Saugleitung des Heizungsbrenners diesen „Ölschlamm“ ansaugen kann und zu Störungen oder Defekten am Ölbrenner führen kann.

Bei einer Tankreinigung wird dieser „Ölschlamm“ entfernt und verlängert somit die Lebendauer Ihres Heiztöltanks und verhindert Störungen, die durch das Ansaugen von Alterungsprodukten im Heizöl führen.

Wie oft muss ich meinen Tank eigentlich reinigen lassen?

Ein grundsätzlicher Zeitintervall für eine Tankreinigung kann nicht angesetzt werden, da die Notwendigkeit zur Reinigung entscheidend vom aktuellen Zustand der Tankanlage abhängt.

Gesetzliche Vorgaben bestehen nicht. In der Praxis haben sich Richtwerte von 10 Jahren bei Stahltanks und alle 15 Jahre für Kunststofftanks in den meisten Fällen bewährt. Die Arbeitsgänge einer Tankreinigung sind in der Rubrik „Tankreinigung“ beschrieben.

Was bedeutet KIWA- Norm?

Wo mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird, kommt für die Fugen der Flächen nur eine flüssigkeitsbeständige Verfugung nach KIWA – Norm in Frage. In den Niederlanden wurden in der ersten Hälfte der 80er Jahre verstärkte Anstrengungen zum Schutz des Grundwassers unternommen. Ein Ausschuss mit Experten aus der Mineralöl-, Bau- und Dichtstoffindustrie wurde bei der KIWA (Keurings Instituut voor Waterleidings Artikelen) gegründet, der auch Kriterien für Tankstellen festlegte.

Das Ergebnis dieser Arbeit in den Niederlanden war die Prüfvorschrift KIWA C 50. Diese Prüfvorschrift legt die Grundanforderungen an Fugendichtstoffe fest, die auf die jeweiligen Beanspruchungen abgestimmt sind.

KIWA ist eine unabhängige Organisation mit der Zertifizierung als Kerngeschäft mit Sitz in den Niederlanden aber auch in Deutschland.

Welche Heizölbehälter sind prüfpflichtig?

Undichte Heizöltanks stellen eine große Gefährdung für das Grundwasser dar. Die Bundesländer schreiben daher Prüfungen der Lagertanks und der Sicherheitseinrichtungen vor. Heizöllagerstätten, im Fachdeutsch: Anlagen zur Lagerung wassergefährdender Stoffe, sind nach der Anlagenverordnung (VAwS) durch anerkannte Sachverständige zu prüfen. Heizöltanks sind entweder einmalig oder wiederkehrend zu kontrollieren. Häufigkeit und Umfang der Prüfung hängen von der Größe des Öltanks und dessen Standort ab. Jeder Heizölbehälter samt zugehöriger Sicherheitseinrichtungen muss regelmäßig von einem anerkannten Sachverständigen geprüft werden,

  • wenn er unterirdisch ist oder unterirdische Rohrleitungen hat (dabei gelten Behälter und Leitungen in Gebäuden, zum Beispiel im Keller, als oberirdisch) oder
  • wenn er oberirdisch ist und ein Gesamtvolumen von mehr als 10 m3 (= 10.000 l) hat, oder
  • wenn er innerhalb eines Wasserschutzgebietes aufgestellt ist und ein Gesamtvolumen von mehr als 5 m3 (= 5.000 l) hat.

Bei mehreren Tanks, zum Beispiel Batterietanks, sind die Volumina aller Tanks zusammen zu zählen. Die Prüfung ist in der Regel alle 5 Jahre erforderlich.

Wenn Ihr Heizöltank schon älter ist, empfiehlt es sich, vor der Prüfung mit einem Tankschutz-Betrieb Kontakt aufzunehmen, um mögliche Mängel beseitigen zu lassen. Auch nicht prüfpflichtige Anlagen sollten regelmäßig kontrolliert werden, denn der Betreiber ist für alle Schäden durch auslaufende Stoffe verantwortlich. Neben den sehr kostenintensiven Boden- und Grundwasserschäden tritt in der Regel auch eine Schädigung des eigenen Wohngebäudes auf. Bei Inbetriebnahme, Änderungen oder Stilllegung einer Tankanlage ist eine Prüfung erforderlich.

Welche Mängel können an einer Heizöllageranlage auftreten?

Die häufigsten Schwachstellen dieser meist aus den 60er und 70er Jahren stammenden Heizölbehälteranlagen sind:

  • Auffangraum: mangelhafte Verputzung, oft auch fehlende oder schadhafte ölbeständige Beschichtung von Auffangräumen oder Öffnungen in Auffangräumen (bei einwandigen Behältern müssen Bodenflächen und Seitenwände in ausreichender Höhe verputzt und mit ölfester Farbe gestrichen sein),
  • Antihebersicherung: fehlende oder falsch eingebaute Antihebersicherung, die bei einem Leck in der Leitung verhindern soll, dass der gesamte Tank durch die Heberwirkung leer läuft,
  • Grenzwertgeber: fehlende, unzulässige oder falsch montierte Grenzwertgeber oder Grenzwertgeber älterer Bauart, die mit Löchern anstatt mit Schlitzen versehen sind; diese sollten möglichst auswechselt werden, weil sie sich im Laufe der Zeit mit Ölschlamm zusetzen und dadurch versagen,
  • Leckanzeige: defekte Leckanzeigegeräte (bei doppelwandigen Tanks muss ein optischer oder akustischer Alarmgeber vorhanden sein),
  • Abstände: nicht ausreichende Wandabstände (die Behälter müssen an mindestens 2 Seiten einen Abstand von 40 cm zur Wand haben, damit die Behälter zugänglich sind und Lecks rechtzeitig erkannt werden),
  • Lüftungsleitung: oftmals führt die Lüftungsleitung nicht ins Freie (Lüftungsleitungen müssen immer draußen im Freien enden).

Wie oft muss ich die Prüftaste eines Leckwarngerätes betätigen?

Die Intervalle der regelmäßigen Überprüfung von Leckwarngeräten durch das Betätigen der Prüftaste ist einmal jährlich vorgeschrieben. Diese Forderung ergibt sich aus den Anforderungen im Zulassungsheft des Leckwarngerätes. Durch das Betätigen der Prüftaste wird jedoch nur der Alarmgeber überprüft.

Eine Überprüfung der Rohrleitungen sollte jedoch nur durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Diese Überprüfung wird im Rahmen eines Wartungsvertrages für Sie durchgeführt.

Welche Maßnahmen muß ich treffen, wenn Heizöl aus dem Tank austritt?

Benachrichtigen Sie uns sofort! Über unser Notruftelefon sind wir Tag und Nacht erreichbar. Innerhalb kürzester Zeit können wir „vor Ort“ Sofortmaßnahmen ergreifen, die Schäden vermeiden oder verringern können. Das ausgelaufene Öl kann mittels unserer Saug/Druckwagen aufgenommen und abtransportiert werden.
Eine anschließende Reinigung des Auffangraumes und die Beseitigung der Ursache kann durch unser Unternehmen erfolgen. Somit können wir die komplette Problemlösung „aus einer Hand“ anbieten.

Hinweis

Gerne beraten wir Sie unverbindlich und erstellen Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an. Tel.: 02597 / 96440