Glossar – Tankschutz von A bis Z

Abscheider
Abscheider ist eine Anlage im Grundstück-Entwässerungssystem und dient zur Trennung bzw. Zurückhaltung von Ölen, Fetten, Benzinen, etc. Sie werden meist als Stahlbeton- oder Gussfertigteil angeboten.

Abfüllplatz
Der Abfüllplatz ist mindestens der Wirkbereich zuzüglich einer Ablauf- oder Staufläche bis zur Abtrennung von anderen Flächen durch Gefälle und Rinnen oder Aufkantungen.

AdBlue
AdBlue ist ein Markenname für eine wasserklare, synthetisch hergestellte 32,5-prozentige Lösung von hochreinem Harnstoff in demineralisiertem Wasser, die zur Nachbehandlung von Abgasen in einem Katalysator benutzt wird. Dabei wird durch selektive katalytische Reduktion (englisch selective catalytic reduction, SCR) der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) um etwa 90 % (im Stationärbetrieb) reduziert. Die Markenrechte für AdBlue liegen beim Verband der Automobilindustrie (VDA).

ADR
Die GGVS – Gefahrgutverordnug Straße wurde zwischenzeitlich durch die GGVSE – Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn abgelöst.
Inhaltlich regelt die GGVSE den Transport von Gefahrgut auf Straße, Schiene, Binnengewässer, der Luft und zur See. Die GGVSE gilt für Deutschland und folgt den europäischen Richtlinien des ADR. ADR ist das Europäisches Übereinkommen über die Beförderung von gefährlichen Gütern auf der Straße. Abkürzung von: „ Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“.

Antiheberschutzventil
Entsprechend (VaWS) müssen bei einer Saugleitung, bei der das höchstmögliche Heizölniveau im Öllagerbehälter höher ist als der tiefste Punkt der Saugleitung (Brenner unterhalb der Tankoberkante) geeignete Schutzvorkehrungen getroffen sein, damit bei einem Bruch der Leitungen nicht durch Saugheberwirkung selbsttätig Heizöl aus dem Tank auslaufen kann. Zum Einsatz kommen hierbei Magnetventile (sie öffnen die Heizölzufuhr bei Brennerbetrieb und sperren sie bei Brennerstillstand) oder sogenannte Membran-Antiheberventile, die mit Federkraft die Heizölzufuhr gesperrt halten und sie lediglich mit dem Unterdruck aus dem Saugbetrieb der Pumpe freigeben.

Auffangräume
Durch beschädigte Wandbeschichtungen, Setzungsrisse am Gebäude oder abgeplatzte Farbe kann die Dichtheit als Schutzfunktion der Auffangräume nicht mehr gegeben sein. Es ist deshalb erforderlich, durch regelmäßige Kontrollen den ordnungsgemäßen Zustand der Wandbeschichtungen in den Ölauffangräumen zu inspizieren. Werden Mängel festgestellt, so sollten diese umgehend durch einen Fachbetrieb behoben werden. Alternativ ist auch der Ersatz der Auffangwanne durch ein Umrüsten des Tanks auf doppelwandig, z.B. durch den Einbau einer Innenhülle und eines Leckanzeigegerätes, möglich.

Alterung
Alterung bezeichnet die Veränderung u.a. von Mineralölprodukten durch die Entwicklung von Wärme, Licht, Sauerstoff und Metallkontakt innerhalb einer größeren Zeitspanne. Alterungsprodukte von z.B. leichtem Heizöl bilden zusammen mit Wasser schlammartige Rückstände, d.h. es bildet sich im Tank ein Ölsumpf, der zu Störungen infolge von Filterverstopfungen führen kann.

Atex – Richtlinien
Die Bezeichnung ATEX steht für die französische Abkürzung „Atmosphère explosible“ und wird als Synonym für die beiden Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet des Explosionsschutzes, nämlich die ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG und die ATEX Betriebsrichtlinie 1999/92/EG, verwendet.

Die ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG (auch inoffiziell als „ATEX 95“ bezeichnet, wegen des relevanten Art. 95 des EG-Vertrages über den freien Warenverkehr) des Europäischen Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen legt die Regeln für das Inverkehrbringen von Produkten fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.

Mit dieser Richtlinie wurden erstmalig auch die nicht-elektrischen Geräte mit einbezogen. So können z. B. drehende Kupplungen durch unzulässige hohe Erwärmung zu Zündgefahren führen. Zweck der Richtlinie ist der Schutz von Personen, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. Die Richtlinie enthält in Anhang II die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen, die vom Hersteller zu beachten sind und durch entsprechende Konformitätsbewertungsverfahren nachzuweisen sind.

Nach dem 30. Juni 2003 dürfen nur noch solche Geräte, Komponenten und Schutzsysteme in Verkehr gebracht werden, die der ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG entsprechen. Diese Europäische Richtlinie wurde in Deutschland durch die Explosionsschutzverordnung (11. GPSGV) in nationales Recht umgesetzt.

Betreiber
Betreiber ist derjenige, in dessen Besitz sich die Anlage befindet. Betreiberpflichten können auch auf andere Personen, z.B die Mieter, übertragen werden.

Benzin
Benzine sind Kohlenwasserstoffe des Erdöls, die zwischen 35 °C bis 210 °C sieden. Die Bezeichnung ist ein Sammelbegriff für

  • Motorenbenzin (Ottokraftstoff; OK) für den Antrieb von Otto- und Zweitaktmotoren;
  • Rohbenzin (Leichtbenzin, Naphtha) als Rohstoff für die Petrochemie;
  • Spezial- und Testbenzin vor allem für Lösungs- und Extraktionsmittel;
  • Flugbenzin für Flugzeuge mit Kolbenmotor (heute überwiegend Sportflugzeuge).

Die Herkunft des Wortes „Benzin“ leitet sich vom ostasiatischen Benzoebaum (Styrax Benzoin) ab.

Benzinabscheider
Benzinabscheider (auch Leichtflüssigkeitsabscheider) werden zum Schutz von Gewässern und Kanalisationssystemen vor Verunreinigung durch Kohlenwasserstoffe (Mineralölprodukte) an Tankstellen verwendet.

Benzol
Benzol entsteht zusammen mit anderen chemischen Verbindungen sowohl beim Verkokungsprozess der Steinkohle als auch als Produkt bei der Rohölverarbeitung. Benzol (chemische Formel C6H6) ist ein in seiner Molekularstruktur ringförmiger, aromatischer Kohlenwasserstoff. Benzol wird u.a. zur Herstellung von Synthesefasern und Schaumstoffen verwendet.

Dieselkraftstoffe (DK)
Dieselkraftstoffe bestehen aus Kohlenwasserstoffen des Erdöls (siehe auch Gasöl), die zwischen 180 °C und 360 °C sieden. DK gehört wie das leichte Heizöl zu den sogenannten Mitteldestillaten. Hauptverbraucher von DK sind der Straßenverkehr, insbesondere Nutzfahrzeuge, die Landwirtschaft sowie die Schifffahrt.

Domschacht
Durch eine Abdeckung in der Fahrbahn von Tankstellen verschlossener Schacht, über den die Füllöffnungen der unterirdischen Tanks/Tankabteile zugänglich sind. Der Domschacht ist flüssigkeitsdicht. Moderne Tankstellen gehen zu einer Fernbefüllung über unterirdische Rohrsysteme über.

Einstrangsystem
Bezeichnet die technische Ausführung einer Heizungs- und Tankanlage, bei der keine Heizölrücklaufleitung vom Brenner zum Tank existiert. Die Vorteile des Betriebs der Anlage ohne Rücklaufleitung sind:

  • Die Gefahr einer unbemerkten Leckage in der Rücklaufleitung entfällt und somit auch die andernfalls erforderliche regelmäßige Überprüfung dieser Leitung auf Dichtigkeit.
  • Es wird nur soviel Heizöl aus dem Tank entnommen, wie verbrannt wird. Dadurch erhöht sich die Standzeit (Lebensdauer) des Heizölfilters im Vergleich zum Zweistrangsystem wesentlich.
  • Es kann in der Regel eine dünnere Saugleitung verlegt werden.

Fachbetriebe
Fachbetriebe müssen nach §19 l Wasserhaushaltsgesetz (WHG) anerkannt sein. Sie haben fachkundiges, geprüftes Personal, verfügen über die benötigten Geräte und Ausrüstungsteile und werden von unabhängigen Organisationen überwacht. Eine gültige Urkunde muss ein Fachbetrieb vorlegen können.

Flammpunkt
Der Flammpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der aus dem Öl (Dieselkraftstoff oder Heizöl) genügend Dämpfe entweichen, die in Mischung mit Luft durch durch Annähern einer Zündflamme erstmalig entzündet werden kann. Der Flammpunkt ist ein Maß für die Feuergefährlichkeit.

Hier die Flammpunkte einiger Produkte:

Benzin unter 0 °C
Petroleum ca. 40 °C
Dieselkraftstoff, leichtes Heizöl 56 °C bis 65 °C
Schmieröle über 100 °C

Füllsicherungen
Füllsicherungen sind Systeme, die das Überfüllen von Lagerbehältern verhindern.

Gasöl
Der Name Gasöl bezeichnet das Ursprungsprodukt für Heizöl und Diesel, wie es in der Raffinerie entsteht. Beide Produkte aus der Gruppe der sog. Mitteldestillate sind vom Aufbau der Kohlenwasserstoffketten identisch. Erst durch die weitere Verarbeitung weichen die Produkteigenschaften von Heizöl und Diesel geringfügig voneinander ab (z.B. Schwefelgehalt, Additive). Zur steuerlichen Unterscheidung wird Heizöl zusätzlich mit rotem Farbstoff und dem chemischen Marker Solvent Yellow 124 markiert. Gasöl wird als Rohprodukt an der Börse gehandelt. Der für den Heizölpreis maßgebliche Gasölpreis wird fortlaufend an den Börsen in New York und London ermittelt. Anders als Rohöl wird Gasöl in Tonnen und nicht in Barrel abgerechnet.

Gefahrgutbeauftragter
Unternehmen oder Inhaber von Betrieben, die in einem Kalenderjahr mindestens 50 t netto gefährliche Güter versenden, befördern oder zur Beförderung verpacken oder übergeben, haben einen oder mehrere Gefahrgutbeauftragte zu bestellen. Dieser hat den Vollzug der Gefahrgutverordnung Straße (GGVS) von Seiten des Betriebes zu überwachen. Er ist verpflichtet, schriftliche Aufzeichnungen über seine Überwachungs- und Schulungstätigkeit zu führen.

Gefahrgutverordnung Straße (GGVS)
Die GGVS regelt den Schutz des allgemeinen Straßenverkehrs, des Fahrpersonals und der Umwelt beim Transport gefährlicher Güter. Entzündbare, flüssige Stoffe, wie die Mineralölprodukte, gehören zur Gefahrenklasse 3. Diese wird nach dem Flammpunkt und der Mischbarkeit der Stoffe mit Wasser weiter in Ziffern unterteilt. Die Ziffer 1 a gilt für Produkte, deren Flammpunkt unter 21 °C liegt und die nicht im Wasser vermischbar sind (z.B. Benzin). Ziffer 4 betrifft Stoffe, deren Flammpunkt zwischen 55 °C und 100 °C liegt und die sich ebenfalls nicht mit Wasser vermischen lassen (z.B. Heizöl EL oder Diesel).

Beispiele – Transport von Mineralölprodukten:
33
1203

30
1202

Erläuterung: 33 = sehr leicht entzündbar, 30 = entzündbar, 1203 Flammpunkt von unter 21 °C, 1202 Flammpunkt von über 55 °C.

Grenzwertgeber
Der Grenzwertgeber ist ein Teil der Abfüllsicherung einer Tankanlage. Er hat die Aufgabe, den elektrischen Impuls zur Schließung der Abfüllsicherung zu geben. Dadurch soll die Überfüllung von unter- oder oberirdischen Heizöllagerbehältern ausgeschlossen werden. Über die Einstellmaße der Grenzwertgeber in zylindrischen Behältern und Batteriebehältern gibt es Tabellen. Ab 1. Juli 1976 dürfen Heizölbehälter mit über 1.000 l Inhalt nur noch unter Zuhilfenahme der Abfüllsicherung gefüllt werden. Eine Umgehung der Sicherungskette ist nicht zulässig und wird als Straftatbestand geahndet.

Heizöllagerung
Heizöllagerung beinhaltet die Lagerung und Handhabung von Heizöl u.a. nach den technischen Richtlinien für brennbare Flüssigkeiten (TRbF), dem Wasserhaushaltsgesetz und der DIN 4755 für Ölfeuerungsanlagen, um Brandgefahr und Grundwasserverunreinigung auszuschließen. Generell unterscheidet man in der Heizöllagerung in die unterirdische und oberirdische Lagerung.

Heizöl
Bezeichnung für einen flüssigen Brennstoff auf der Basis von Erdöl, Steinkohlen- oder Braunkohlenteeren und Schieferöl für Feuerungszwecke. Nach DIN und Stoffklassen sind bestimmte Grenzkriterien einzuhalten, z. B. HEL DIN 51603 T1 (für leichtes Heizöl) und HS DIN 51603 T5 (für schweres Heizöl).

Heizölbehälter
Heizölbehälter dienen zur Lagerung von Heizölen und unterliegen den Bestimmungen der Gefahrenklasse A III. Bei der Montage sind u.a. folgende Bestimmungen zu beachten:

  • Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (VbF)
  • Verordnung für Anlagen zur Lagerung wassergefährdender Stoffe (VAwS)
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • DIN – Vorschriften für Heizöllagerbehälter

Heizölkennzeichnung
Die Heizölkennzeichnung wird in praktisch allen europäischen Ländern durchgeführt, um eine missbräuchliche Nutzung des steuerlich begünstigten Heizöls (als Dieselkraftstoff) zu erschweren. Da Heizöl und Dieselkraftstoff in ihrer chemischen Zusammensetzung kaum zu unterscheiden sind, wird das Heizöl durch einen Farbzusatz und den chemischen Indikator Furfurol gekennzeichnet, um durch Kontrollen bei Dieselfahrzeugen sicher nachweisen zu können, ob Dieselkraftstoff oder verbotenerweise Heizöl als Kraftstoff verwendet wurde. Die Kontrollen sind streng und die Strafen können erheblich sein.

Kathodenschutz
Der Kathodenschutz verhindert Korrosion. Man läßt dazu elektrischen Strom durch einen Elektrolyten zur Metalloberfläche fließen. Mit Hilfe dieses Verfahrens kann praktisch jeder Korrosionsvorgang aufgehalten oder ganz verhindert werden.

Koaleszenzmatte
Die Koaleszenzmatte ist eine flüssigkeitsdurchlässige Kunststoffmatte aus oliophilem (öl anziehendem), feinporigen, ölbeständigem Material. Strömt Wasser, mit Öl kontaminiert, an die Koaleszenzmatte heran, so haftet das Öl an den Maschen der Matte. Der Ölfilm wird mit zunehmender Fracht dicker, bis sich ein Öltropfen bildet, der sich von der Matte ablöst und nach oben an die Wasseroberfläche schwebt. Damit ist der Trennvorgang abgeschlossen. Gereinigtes Wasser tritt durch die Koaleszensmatte hindurch, strömt nach unten in das Ablaufrohr ein und verlässt durch das gekröpfte Ablaufrohr den Mineralölabscheider.

Leckwarngerät
Leckwarngeräte finden bei doppelwandigen Tanks Anwendung. Damit eine Beschädigung an einem der Wandungen rechtzeitig erkannt werden kann, wird der Zwischenraum mit einem Leckwarngerät überwacht. Es gibt Leckwarngeräte, die mit Unterdruck, Überdruck oder Kontrollflüssigkeit arbeiten. Bei Leckwarngeräten mit Unterdruck wird im Zwischenraum ein Vakuum erzeugt. Im Falle einer Beschädigung eines der Wandungen bricht das Vakuum zusammen und das Gerät schlägt Alarm. Analog entweicht der Druck bei einem Leckwarngerät mit Überdruck im Schadensfall, was zu einem Alarmsignal führt. Das am meisten verbreitete Leckwarngerät ist das, das mit einer Kontrollflüssigkeit arbeitet. Hier ist der Zwischenraum des Tanks mit einem Leckanzeigeflüssigkeitsbehälter verbunden, der Kontrollflüssigkeit enthält. Wird eine Wandung schadhaft, so tritt Flüssigkeit aus und der Füllstand des Leckanzeigeflüssigkeitsbehälters sinkt. Diese Senkung wird von einem Geber des Leckwarngeräts registriert. Das Leckwarngerät zeigt die Leckage dann als visuellen und akustischen Alarm an.

Messeinrichtungen
Messeinrichtungen sind Einrichtungen zur Feststellung des Füllstandes; sie bestehen aus:

a. einem Messstab und Führungsrohr mit gasdichter Verschlussgarnitur bei mittel-großen Tanks, ausgenommen stehende zylindrische Tanks;

b. einer Standanzeigevorrichtung, die außen am Tank den Flüssigkeitsstand oder die vorhandene Flüssigkeitsmenge in Litern anzeigt.

Ottokraftstoff (OK)
Ottokraftstoff ist die offizielle Bezeichnung für Normal- (Regular-) und Super (Premium-) Kraftstoffe (siehe auch Benzin) für Vergaser und Einspritzmotoren mit Fremdzündung (Ottomotoren).

Oberirdische Behälter
Als oberirdische Lagerbehälter werden neben den im Freien und in Räumen aufgestellten Behältern auch solche Tanks bezeichnet, die im Keller aufgestellt sind. Oberirdische Heizöltanks sind in der Regel einwandig. Sie müssen bei einem Fassungsvermögen von mehr als 1000 l in einer Auffangwanne aufgestellt werden, die sicherstellen soll, dass bei Undichtwerden des Tanks das Heizöl zurückgehalten wird und nicht in den Untergrund gelangen kann. Der Abstand zwischen dem Heizöltank und der Wand bzw. der Auffangwanne muss mindestens 40 cm sein, damit die Auffangwanne inspiziert werden kann. Darüber hinaus wird unterschieden nach:

  • Kunstofftanks (Kunstoffbatterietank)
  • Batterietanks (Haushaltstank bzw. Batterieblechtank)
  • Kellertanks (kellergeschweißter oder standortgefertigter Tank)
  • Erdtanks (unterirdischer Tank)

Prüffristen
In der VAwS ist auch geregelt, zu welchen Zeitpunkten und in welchen regelmäßigen Zeitabständen Betreiber von unter- und oberirdischen „Anlagen und Anlagenteilen zum Umgang mit wassergefährdeten Stoffen“ Sachverständige zur Überprüfung dieser Einrichtungen zu veranlassen haben. Die entsprechenden Prüffristen sind:

Prüfung vor Inbetriebnahme der
Anlage und Anlagenteile

Prüfung nach wesentlicher Veränderung der
Anlage und/oder von Anlagenteilen

Prüfung nach länger als einem Jahr andauernder
Stillegung der Anlage

wiederkehrende Überprüfung von Anlage
und Anlagenteilen alle fünf Jahre

wiederkehrende Überprüfung von
Anlage und Anlagenteilen

in Wasserschutzgebieten
alle zweieinhalb Jahre

Rohrleitungen
Undichtigkeiten an der Rücklaufleitung zum Öltank werden unter Umständen erst bemerkt, wenn der Tank schon leergelaufen ist. Dann ist es zu spät. Deshalb ist eine Umstellung der Vor- und Rücklaufleitung auf Einstrangsysteme sinnvoll. Vom Tank zum Heizkessel verläuft dann nur die Saugleitung. Bei undichter Saugleitung schaltet der Ölbrenner selbsttätig auf Störung, so dass die Undichtheit frühzeitig erkannt wird. Liegt der Öltank höher als der Brenneranschluss, so ist die Saugleitung zusätzlich gegen Aushebern zu schützen, da im Schadensfall (z. B. Leitungsbruch) Öl in den Brennerraum auslaufen könnte. Füllleitungen und unterirdisch verlegte Teile der Entlüftungsleitungen mit steckbaren Muffenverbindungen (z.B. Loro-X-Rohre) sind zusätzlich mit Sicherungsschellen zu sichern. (Ekkehard Bayer und Manfred Popp, TÜV Süddeutschland Bau und Betrieb GmbH, München, in die „Immobilie“, Ausgabe 3/99).

Saugrüssel
Saugrüssel ist die Bezeichnung für eine Modifizierung der Zapfpistolen an Tankstellen. Die Zapfpistolen sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mit sogenannten Gassaugern ausgerüstet worden. Durch den Gassauger saugt die Zapfpistole beim Tanken verdrängte Kraftstoffdämpfe auf. Diese werden durch einen innenliegenden Schlauch in den unterirdischen Kraftstofftank der Tankstelle zurückgeführt. Durch dieses System wird verhindert, dass Kraftstoffdämpfe beim Betanken von Fahrzeugen in die Luft gelangen.

SCC – Zertifizierung
Mit der Zertifizierung wird bestätigt, dass das Unternehmen ein Sicherheitssystem (auf hohem Standard) eingeführt hat und betreibt, das die Forderungen der SCC- Checkliste erfüllt und somit dem Auftraggeber die Gewähr für eine sicherheits- und umwelttechnisch korrekte Auftragsausführung gibt. An die Zertifikatsvergabe werden strenge Bewertungsmaßstäbe gestellt. Ein Bewertungskriterium ist z.B. die Unfallhäufigkeit. Das Zertifikat hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren, wobei jährliche Überwachungsaudits durchgeführt werden müssen. Für die Verlängerung des Zertifikats ist ein Wiederholungsaudit nach drei Jahren durchzuführen. Die Tankschutz Philipp GmbH hat ein Zertifikat nach der „Großen SCC Zertifizierung“ und erfüllt somit die Voraussetzungen um als Hauptkontraktor (Generalunternehmer) auftreten zu dürfen.

Sicherheitseinrichtungen
Eine Tankanlage verfügt über verschiedene Sicherheitseinrichtungen. Damit diese Einrichtungen im Anforderungsfall funktionieren, müssen sie kontrolliert werden. Diese Kontrolle erfordert besondere fachliche Kenntnisse und geeignete technische Ausrüstung. Um Ihrer Betreiberpflicht gerecht zu werden, empfehlen wir Ihnen, einen Fachbetrieb damit zu beauftragen. Zu diesen Sicherheitseinrichtungen gehören insbesondere:

  • Grenzwertgeber, die ein Überfüllen bei der Belieferung der Tankanlage verhindern.
  • Antiheberventile, d.h. Einrichtungen, die ein ungewolltes Aushebern der Tanks durch den Effekt kommunizierender Röhren verhindern.
  • Leckanzeigegeräte und Leckage-Erkennungssysteme zur Erkennung von Undichtigkeiten.

Tankschutz
Dient dem Schutz des Grundwassers und ist gesetzlich vorgeschrieben. Die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften sind die VAwS (Verordnung über Anlagen zur Lagerung wassergefährdender Stoffe) und die TRbF (Technische Regeln brennbarer Flüssigkeiten).

Tankstandsanzeiger
Tankstandsanzeiger zeigen von außen den Füllstand eines Tanks an.

Tankarten
Grundsätzlich werden Heizöltanks unterteilt in:

Unterirdische Tanks
Unterirdische Heizöltanks müssen doppelwandig oder mit einer zweiten Innenhülle ausgeführt sein und durch Leckwarngeräte (Leckanzeigegeräte) überwacht werden. Diese Geräte müssen bauartgeprüft und zugelassen sein. Sie zeigen Undichtigkeiten an der inneren und äußeren Behälterwand selbsttätig an. In einem solchen Fall leuchtet am Gerät eine Warnlampe auf und ein akustisches Warnsignal (Dauerton) wird gegeben, damit Hausmeister und Hausbewohner auf die Undichtigkeit aufmerksam gemacht werden. (Ekkehard Bayer und Manfred Popp, TÜV Süddeutschland Bau und Betrieb GmbH, München)

Oberirdische Behälter
Als oberirdischer Lagerbehälter werden neben den im Freien und in Räumen aufgestellten Behältern auch solche Tanks bezeichnet, die im Keller aufgestellt sind. Oberirdische Heizöltanks sind in der Regel einwandig. Sie müssen bei einem Fassungsvermögen von mehr als 1000 l in einer Auffangwanne aufgestellt werden, die sicherstellen soll, dass bei Undichtwerden des Tanks das Heizöl zurückgehalten wird und nicht in den Untergrund gelangen kann. Der Abstand zwischen dem Heizöltank und der Wand bzw. der Auffangwanne muss mindestens 40 cm sein, damit die Auffangwanne inspiziert werden kann. Darüber hinaus wird unterschieden nach:

  • Kunstofftanks (Kunstoffbatterietank)
  • Batterietanks (Haushaltstank bzw. Batterieblechtank)
  • Kellertanks (kellergeschweißter oder standortgefertigter Tank)
  • Erdtanks (unterirdischer Tank)

Tankbeschichtung
Beschichtungsmaterialien und -methoden für Erd- und Kellertanks werden heute so hohen Qualitätsstandards gerecht, dass sie oftmals sogar andere Tankschutz-Systeme übertreffen. Die Gewährleistungszeiten konnten deshalb um das Doppelte erhöht werden. Moderne Zweikomponenten-Beschichtungen erweisen sich gegenüber den meisten Füllgütern nahezu als unverwüstlich, so dass nach entsprechender Beschichtung desTanks kaum mehr Schwierigkeiten durch Korrosionfraß auftreten. Bei Bahn, Post und vielen anderen Grossunternehmen sind solche Beschichtungen etwa nach TRbF vorgeschrieben. Detailiertere Auskünfte erhalten Sie gerne durch unser geschultes Fachpersonal. Bitte rufen Sie an oder setzen Sie sich online mit uns in Verbindung.

Tankdemontage (Tankausbau)
Die Demontage eines existierenden Tanks, also ein Tankausbau, wird bei der Anschaffung einer neuen Tankanlage oder etwa beim Umstellen der Heizung auf einen anderen Energieträger erforderlich. Bei Heizöltank-Demontagen stellt ein professioneller Fachbetrieb sicher, daß der Heizöltank ebenso wie Schlamm und Ablagerungen ordnungsgemäß abtransportiert und entsorgt werden.

Tankentlüftung
Jeder Tank muss eine Entlüftungsleitung haben, damit beim Befüllen die im Tank vorhandene Luft leicht und problemlos entweichen kann. Durch eine verstopfte Entlüftungsleitung kann sich beim Befüllen des Heizöltanks ein Überdruck im Tank aufbauen, der zum Abreißen von Armaturen oder zum Aufplatzen des Tanks führen sowie beim Lösen des Füllschlauches eine Ölfontäne erzeugen kann. Um derartige Probleme zu vermeiden, muss bei kellergeschweißten Rechtecktanks eine Überdrucksicherung (Überdruckventil oder Sicherheitsdomdeckel) eingebaut werden.

Tankraumfolie
Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen müssen Räume, in denen Öltanks für den Betrieb einer Heizung installiert sind, sorgfältig abgedichtet sein. Diese Abdichtung stellt sicher, dass eventuell auslaufendes Öl unter keinen Umständen in den Untergrund gelangt und Grundwasser wie Erdreich verunreinigt. Für die Leckschutzauskleidung von Tankräumen verwendeten wir, ein reißfestes, PVC-beschichtetes 1,5 mm dickes Gewebe, das von uns maßgefertigt für den jeweiligen Tankraum und auf Dichtigkeit geprüft vom Hersteller bezogen wird.

Vorteile der Maichenplast-Auskleidung:
Maichenplast-Folie ermöglicht eine einfache und sichere Abdichtung bei Neubauten sowie bei der Sanierung von Tankräumen. So ist die besondere Behandlung des Untergrundes überflüssig, denn Risse oder Undichtigkeiten im Mauerwerk werden durch das Material dauerhaft überbrückt. Durch die werkseitig maßgenaue Vorfertigung entfallen aufwendige Bahnenschweißarbeiten vor Ort, die Auskleidung ist also sofort einsatzbereit. Weiterhin gibt es keinerlei Warte- oder Trockenzeiten wie etwa beim Anbringen von Anstrichen. Aus all diesen Gründen sind die Arbeiten im Regelfalle innerhalb eines Tages abgeschlossen.

Übrigens:

  • Der Heizungsbetrieb muss bei der Sanierung nicht unterbrochen werden.
  • Die Dichtungsbahn besitzt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (Z-59.21-81).
  • Auf Maichenplast gewähren wir 20 Jahre Garantie.
  • Wenn es schnell gehen muss, können wir innerhalb von 24 Stunden die maßgefertigten Auskleidungen liefern.
  • Auf Wunsch erhalten Sie gerne ein Materialmuster.

Tankreinigung
Im Laufe der Jahre sammeln sich im Tank unvermeidlich Rückstände an, die aus Schwitz- oder Kondenswasser (Ursache hierfür sind Temperaturschwankungen), Staub und natürlichen Alterungsstoffen des Öls bestehen. Je höher dieser Bodensatz im Tank anwächst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Teile des Schlamms in den Heizölbrenner gelangen und hier zu Verstopfungen in Leitungen, Filter und Düsen führen. Bei Stahltanks kann zusätzlich mit der Zeit ein Korrosionsfrass entstehen, wenn Wasser zusammen mit Öl eine schwefelhaltige Säure bildet. Um mit alledem verbundene Ausfälle, Kosten und Schäden zu vermeiden, empfiehlt sich eine sach- und fachgerechte Tankreinigung, die erfahrungsgemäß alle 10 Jahre durchgeführt werden sollte.

Tankrevision
Tankrevision bezeichnet die Überprüfung der gesamten Tankanlage auf Korrosion und Betriebssicherheit. Nach Beendigung der Überprüfung wird ein Firmen-Prüfzeugnis erstellt.

Tankschutz
Mit Tankschutz werden Maßnahmen bezeichnet, bei denen Heizöl- und Dieseltanks mit einem speziellen Korrosionschutz versehen werden. Weiterhin umfasst Tankschutz auch die Realisation der gesetzlich erforderlichen Doppelwandigkeit mit Vakuumüberwachung durch die Montage einer Innenhülle.

Tankstilllegung
Die Stilllegung eines existierenden Tanks wird bei der Umstellen der Heizung auf einen anderen Energieträger erforderlich. Anders als bei der Tankdemontage verbleibt der Tank vor Ort, wird also nicht ausgebaut und entsorgt. Auch bei einer Tank-Stillegung muss jedoch ein professioneller Fachbetrieb sicherstellen, dass entnommener Schlamm sowie Ablagerungen vorschriftsgemäß abtransportiert und entsorgt werden.

Überdrucksicherung
Bei standortgefertigten Tanks aus Stahl ist eine Überdrucksicherung (Berstsicherung) erforderlich, so dass im Tank kein höherer Druck als der zulässige Prüfdruck entstehen kann. Dazu dient z.B. ein spezielles Federventil oder ein spezieller Deckel

VAwS
VAwS, eigentlich Anlagenverordnung-VAwS, steht als Fachkürzel für die „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe“. In dieser Verordnung geht es, wie ihre Bezeichnung zum Ausdruck bringt, nicht nur um technische Anforderungen an „Anlagen und Anlagenteile zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“, um Betriebs-, Verhaltens-, Prüf- sowie Bußgeldvorschriften, sondern auch um die besonderen Anforderungen an Fachbetriebe, die im Rahmen der Instandsetzung, Reinigung oder Neuerrichtung von entsprechenden Anlagen tätig werden dürfen.

Versicherungsschutz
Das Austreten von Heizöl über den Bereich der Heizöllageranlage (z. B. Auffangraum) hinaus ist der Wasserbehörde Ihres Landkreises, Ihrer kreisfreien Stadt oder der nächsten Polizeibehörde zu melden. Dies ist nicht erforderlich, wenn das ausgelaufene Heizöl mit einfachen technischen Mitteln (z. B. kleinflächiges Abstreuen und Aufnehmen mit Bindemitteln) vollständig beseitigt werden kann. Zur Beseitigung eines Schadens an Ihrer Anlage beauftragen Sie am besten einen nach § 19 l WHG zugelassenen Fachbetrieb, der über die geeignete Ausrüstung und Sachkenntnis verfügt und Arbeiten an der Tankanlage verrichten darf. Es empfiehlt sich, eine ausreichende Versicherung abzuschließen. Auch hierbei kann ein Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb Vorteile bringen. So bieten Ihnen als Betreiber einer Heizölverbraucheranlage manche Versicherungen z. B. Rabatte, wenn Sie Ihre Anlage von einem Fachbetrieb regelmäßig warten und überprüfen oder eine neue Anlage aufstellen lassen.

Wassergefährdungsklasse
Die Wassergefährdungsklasse (Abk. WGK) ist ein Begriff aus dem deutschen Wasserrecht. Vereinfacht bezeichnet sie das Potenzial verschiedener Stoffe zur Verunreinigung von Wasser. Die potentiell wassergefährdenden Stoffe werden in 3 Klassen unterteilt:

WGK 1 = schwach wassergefährdend
WGK 2 = wassergefährdend
WGK 3 = stark wassergefährdend

An die Einteilung in die einzelnen Klassen knüpfen sich Anforderungen hinsichtlich der Lagerung und anderer Arten des Umgangs mit den Substanzen, nicht jedoch für den Güterverkehr. Die nach Wassergefährdungsklasse und Stoffmenge gestaffelten Anforderungen werden im Wasserrecht der Länder durch die „Anlagenverordnungen“ (VAwS, Verordnungen über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen[3]) festgesetzt.

Wartungsvertrag
Wer als Betreiber einer Tankanlage sicher gehen will, keine Fristen und Pflichten zu versäumen kann mit einem zertifizierten Fachbetrieb nach § 19 / WHG einen Wartungsvertrag abschließen. Ein solcher Vertrag stellt durch regelmäßige, vorschriftsgemäße Überprüfungen und gegebenfalls Instandsetzung und Reinigung sicher, dass der Zustand der Anlage und Anlagenteile technisch einwandfrei ist und sie somit den gesetzlichen Auflagen genügt. Dies wird dem Anlagenbetreiber dann in entsprechenden Firmenprüfzeugnissen bestätigt.

WHG
Die grundlegenden Pflichten für Betreiber von Tankanlagen sind im Wasserhaushaltsgesetz § 19 l festgelegt. Der Betreiber hat mit Einbau, Aufstellung, Instandhaltung, Instandsetzung und Reinigung der Anlage nur Fachbetriebe nach § 19 l zu beauftragen, insofern er nicht selbst über gleichwertige Voraussetzungen verfügt. Die Dichtheit und Funktionsfähigkeit der Anlage ist ständig zu überwachen. Er hat darüber hinaus nach Maßgabe des Landesrechtes Anlagen durch zugelassene Sachverständige auf den ordnungsgemäßen Zustand überprüfen zu lassen, und zwar:

  1. vor Inbetriebnahme oder nach einer wesentlichen Änderung,
  2. spätestens fünf Jahre, bei unterirdischer Lagerung in Wasser- und Quellenschutzgebieten spätestens zweieinhalb Jahre nach der letzten Überprüfung,
  3. vor der Wiederinbetriebnahme einer länger als ein Jahr stillgelegten Anlage,
  4. wenn die Prüfung wegen der Besorgnis einer Wassergefährdung angeordnet wird,
  5. wenn die Anlage stillgelegt wird.

Wenden Sie sich in Zweifelsfällen an die Tankschutz Philipp GmbH. Als Fachbetriebe nach § 19 l WHG geben wir Ihnen als Betreiber mit Rat und Tat die notwendige Sicherheit bei der Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten.

Wirkbereich
Der Wirkbereich bei den Abgabeeinrichtungen ist der vom Zapfventil betriebsmäßig waagerecht erreichbare Bereich zuzüglich einem Meter. Der Wirkbereich bei der Befüllung der Lagerbehälter ist die waagrechte Schlauchführungslinie zwischen den Anschlüssen am Tankfahrzeug und am Lagerbehälter zuzüglich zwei und einem halben Meter.

Zapfpistole
Zapfpistole muss richtig Zapfventil heißen und ist international genormt für die Abgabe von bleihaltigen Kraftstoffen nach DIN ISO 9158 und für „Bleifrei“-Qualitäten nach DIN ISO 9159. Für das Bleifrei-Zapfventil war ein dünnes Auslaufrohr eingeführt worden, um Fehlbetankungen von Autos mit Katalysator zu verhindern, deren Einfüllstutzen entsprechend eng gestaltet sind. Die zur Vermeidung von Emissionen bei der Pkw-Betankung eingesetzten Systeme (➪ Gasrückführung) sind ebenfalls genormt und ermöglichen so eine reibungslose Betankung unter den hierfür geltenden Bedingungen.

Zertifizierung
Bestätigung durch unabhängige Dritte, dass Systeme, Produkte oder Verfahren die Anforderungen bestimmter Normen erfüllen.

Zoneneinteilung
Explosionsgefährdete Bereiche werden nach Häufigkeit und Dauer des Auftretens von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre in Zonen unterteilt (Zoneneinteilung). Für Bereiche, die durch Gase, Dämpfe oder Nebel explosionsgefährdet sind, gilt gemäß BetrSichV:

Zone 0:
Bereich, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln ständig, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist

Zone 1:
Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann

Zone 2:
Bereich, in dem bei Normalbetrieb eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt.

Zündtemperatur
Die unter vorgeschriebenen Versuchsbedingungen ermittelte niedrigste Temperatur einer heißen Oberfläche, bei der die Entzündung eines brennbaren Stoffes (Gas oder Flüssigkeit) als Gas/Luft- oder Dampf/Luft-Gemisch eintritt (Zündtemperatur).

Hinweis

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