Der Abfüllplatz ist der Standplatz für die zu betankenden Kraftfahrzeuge und den Tankwagen während der Befüllung der Lagerbehälter.

 

Er dient dazu, ausgetretene Kraftstoffe aufzufangen und zur Rückhalteeinrichtung abzuleiten. Deshalb muss die Fläche flüssigkeitsundurchlässig und beständig gegen diese wassergefährdenden Stoffe sein.

Als geeignete Bauweisen für Abfüll- und Waschplätze werden laut VAwS und der TRwS 781 folgende Bauweisen angesehen:

  • Ortbeton, min. C30/37LP, gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045;
  • Asphalt (Gussasphalt und halbstarre Beläge);
  • werkmäßig hergestellte Großflächen-Betonplatten, min. C 30/37LP, Kantenlänge > 60 cm, gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045;
  • werkmäßig hergestellte Betonsteinelemente, min. C 30/37LP, Mindestdicke 10 cm, Kantenlänge bis 60 cm, gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045

Daneben gibt es die Möglichkeit, „bauartzugelassene“ Systeme einzusetzen, d. h. für ein System wurden alle erforderlichen Nachweise erbracht, das System wurde als werksgefertigtes „Massen“-Produkt einmal zugelassen (abweichend von den vier vorgenannten) und kann entsprechend der Bauartzulassung bzw. allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung eingesetzt werden.

In der Zulassung können u. a. folgende Einzelheiten geregelt sein:

  • (Herstellung (Werksfertigung)
  • Maße und Qualität (gleichbleibende Form und Zusammensetzung)
  • Fugenausführung (Einbauvorschriften)

Als letzte Möglichkeit sind beabsichtigte Sonderbauweisen zu nennen, die einer „Einzelfall“-Genehmigung (Eignungsfeststellung) bedürfen. Bei einer solchen Bauweise sind jedoch alle erforderlichen Nachweise wie Dichtheits- oder Beständigkeitsnachweise im Detail zu führen, was eine solches Vorhaben sehr zeit- und kostenaufwändig werden lassen kann.

Für die Fugen und das Fugenmaterial gelten ganz spezielle Anforderungen; so müssen die Ränder von Bauteilen eine bestimmte Form aufweisen um die erforderliche Haftung sicher zu stellen, das Fugenmaterial muss eine ganze Reihe von Qualitäten nachweisen wie z. B.:

  • Beständigkeit gegen Kraftstoffe,
  • Haft- und Reißfestigkeit,
  • Beständigkeit gegen Ozon,
  • Witterungsbeständigkeit,
  • Elastizität
  • u. a. m.

Die Fugendichtstoffe benötigen eine europäische technische Zulassung.

Abfüllplatz

Wir als Fachunternehmen können Ihnen der Versiegelung der Fügen (Fugenverguß) nach KIWA Norm anbieten. Unsere geschulten Mitarbeiter sind von den Herstellern der Fugenabdichtungssysteme geschult und somit autorisiert die Fugensysteme in flüssigkeitsundurchlässigen Bodenflächen einzubauen.

Hinweis

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