Realisation und Bau von Tankstellen und Tankstützpunkten

Die Tankschutz Philipp GmbH berät, plant und realisiert den Bau von Tankstellen für unterschiedliche Kraftstoffe und Lagergüter. Dabei spielt es keine Rolle, ob durch diese Tankstelle Ihre eigenen Fahrzeuge versorgt werden sollen, oder ob Sie den Kraftstoff weiterverkaufen möchten.

Durch die mehr als 40- jährige Erfahrung im Bau von Tankstellen und Tankanlagen sind wir ein zuverlässiger Partner bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben.

Planung, Bau und Betrieb von Tankanlagen erfordern hohe Kompetenz, genaue Kenntnis der geltenden Vorschriften und eine regelmäßige Wartung und Prüfung. Wir können Ihnen diese Leistungen anbieten bzw. Sie unterstützen.

Unsere Leistungen:

  • Erstellen von Antragsunterlagen und Begleitung des behördlichen Genehmigungsverfahrens
  • Planung und Durchführung der Technischen Anlagen und der Tanktechnik
  • Wartung und Instandhaltung von alten und neuen Tankanlagen
  • Installation, Reparatur und Wartung von Zapfsäulen und Tankdatenerfassungstechnik
  • Neubau und Instandhaltung von Abfüllplätzen
  • Planung, Bau, Instandhaltung und Wartung von Entwässerungseinrichtungen und Abscheideranlagen
  • Rohrleitungsbau einschließlich der Verlegung und Prüfung von doppelwandigen Rohrleitungen
  • Elektroinstallation von Tankanlagen einschl. Datenkommunikation
  • Lieferung, Aufstellung und Montage von Lagertanks in neuer und aufgearbeiteter Ausführung
  • Rückbau von alten Anlagen
  • Installation, Reparatur und Wartung von AdBlue Abfülleinrichtungen

Der Aufbau einer Tankstellenanlage ist bei flüssigen Stoffen, insbesondere bei Dieselprodukten, Benzin oder AdBlue, sehr ähnlich. Die Hauptkomponenten sind

  • der Behälter
  • die Zapfsäule
  • die Datenerfassung
  • die Armaturen
  • ein Abfüllplatz sowie
  • eine Abscheideranlage.

Zudem gelten unterschiedliche gesetzliche Bestimmungen, je nach Bundesland und dem zu lagernden Stoff.

Allgemeines
Zum Schutz von Boden und Grundwasser stellt der Gesetzgeber besondere Anforderungen an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Tankstellen müssen so beschaffen sein und so eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass eine Verunreinigung der Gewässer oder eine sonstige nachteilige Veränderung ihrer Eigenschaften nicht zu besorgen ist (Besorgnisgrundsatz).

Diese Anlagen oder Teile von ihnen sowie technische Schutzvorkehrungen dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Eignung von der zuständigen Behörde festgestellt ist. Umfassende Regelungen finden sich in der Technischen Regel – Arbeitsblatt-A 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ des ATV-DVWK.

Tankstelle

Kraftstofflagerung
Zur Kraftstofflagerung dürfen nur nachweislich geeignete und bauaufsichtlich zugelassene Behälter (z. B. Behälter der DIN-Reihe 66) eingesetzt werden.
Einwandige Behälter müssen in einem dichten und beständigen Auffangraum aufgestellt werden. Der Wandabstand zwischen Auffangraum und Behälterwandung muss an zwei aneinander grenzenden Seiten mind. 40 cm betragen. Doppelwandige Behälter müssen mit einem Leckanzeigegerät ausgestattet sein.

Domschächte unterirdischer Behälter müssen bis zur Geländeoberkante flüssigkeitsdicht hergestellt sein. Unterirdische Entnahmerohrleitungen sind als Einstrang-Saugleitung mit Gefälle zum Lagerbehälter hin auszuführen oder in einem flüssigkeitsdichten Schutzrohr zu verlegen. Die bei Undichtigkeiten austretende Flüssigkeit muss sicher und zuverlässig zurückgehalten werden. Durch geeignete Maßnahmen ist sicherzustellen, dass ein unbeabsichtigtes Aushebern des Behälterinhaltes nicht möglich ist (Hebersicherung in der Entnahmeleitung).

Oberirdische Lagerbehälter und Abgabeeinrichtungen (Zapfsäulen) sind gegen Anfahren (Anfahrschutz) oder sonstige mechanische Beschädigung geschützt aufzustellen.

Abfüllen von Kraftstoff
Das Abfüllen von Dieselkraftstoff kann sowohl über elektrisch als auch von Hand betriebenen Abgabeeinrichtungen erfolgen. Bei elektrisch betriebenen Förderpumpen muss der Zapfschlauch mit einer Absperrvorrichtung (Schnellschlussventil nach dem Totmannprinzip) oder mit einem selbsttätig wirkenden Zapfventil ausgerüstet sein. Die Stromversorgung der Förderpumpe muss jederzeit schnell und sicher unterbrechbar sein, zum Beispiel durch einen Not-Aus-Schalter.

Befüllen von Lagerbehältern
Lagerbehälter dürfen nur mit festen Leitungsanschlüssen (Füllstutzen) und unter Verwendung einer Überfüllsicherung (Grenzwertgeber) befüllt werden. Dies gilt nicht für einzeln benutze, oberirdische Behälter mit einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 1.000 ltr., wenn sie mit einem selbsttätig schließenden Zapfventil befüllt werden. Der Füllstutzen der Behälterfüllleitung ist über flüssigkeitsundurchlässiger Fläche anzuordnen.
http://www.netinform.de/vorschriften/trws_a_781/TRwSA_781_63.htm

Befestigung und Abdichtung des Abfüllplatzes
Bodenflächen, auf denen Fahrzeuge mit Dieselkraftstoff befüllt werden, müssen so beschaffen sein, dass auslaufender Kraftstoff schnell und zuverlässig erkannt und zurückgehalten werden kann und nicht in ein oberirdisches Gewässer, in das Erdreich (Untergrund) oder ohne Vorbehandlung in die Kanalisation gelangt.
Die zu befestigende Fläche bemisst sich nach der Länge des Zapfschlauches (Schlauchlänge + 1,0 m). Man spricht hier vom Wirkbereich der Abgabeeinrichtung.

Tankstelle

Für im Schadensfall auslaufenden Kraftstoff ist ein Rückhaltevermögen vorzusehen. Das erforderliche Rückhaltevolumen bestimmt sich aus der maximalen Förderleistung der Abgabeeinrichtung (Pumpe) über einen Zeitraum von 3 Minuten.
Das Rückhaltevermögen für die Anlieferung von Dieselkraftstoff entfällt, wenn Straßentankwagen mit Vollschlauchsystem eingesetzt werden.

Das Rückhaltevermögen kann durch muldenförmige Ausbildung des Abfüllplatzes mit Wasserscheiden (Aufkantung) gegen Eindringen von Niederschlagswasser von angrenzenden Flächen hergestellt werden. Sind Abgabeeinrichtungen (Zapfsäulen) unmittelbar neben einer unbefestigten Fläche installiert, ist der Wirkbereich auf den befestigten Teil zu beschränken, z.B. durch Spritzschutzwände von mind. 1 m Höhe. Im Übrigen muss die Bodenbefestigung den statischen, dynamischen und Witterungseinflüssen standhalten. Fugen müssen mit einer nachweislich geeigneten Fugenmasse flüssigkeitsundurchlässig abgedichtet werden.

Zur Abdichtung der Bodenflächen ergeben sich zum Beispiel folgende Alternativen (s. auch ATV-DVWKArbeitsblatt-A 781- Tankstellen für Kraftfahrzeuge*):

  • Beton, Stahlbeton, Spannbeton, Mindestbetongüte C 30/37 nach DIN EN 206-1 und DIN 1045; Expositionsklasse XF4; XM1;XC4; XD 3; Überwachungsklasse ÜK 2; FD oder FDE Beton gemäß gemäß DAfStb-Richtline“ Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen;
  • Befestigung in Gussasphalt (Deckschicht $ 3,5 cm;
    Eigenschaften nach prEN 13108-6);
  • Halbstarrer Belag (Traggerüst aus Asphalt mit festgelegter Kornzusammensetzung und einem eingeschlämmten mineralischen Bindmittel) mit dem Nachweis der Eignung gemäß Prüfprogramm des DIBt „Halbstarre Beläge für befahrbare Dichtkonstruktionen in LAU-Anlagen“;
  • Abdichtungssysteme aus Fertigbetonbauteile (z.B. werkmäßig hergestellte Betonsteinelemente mit geeigneter Fugenausführung und Fugenabdichtung) für das eine Bauartzulassung erteilt wurde;
  • Befahrbares Flächenschutzsystem aus Stahl, für das eine Bauartzulassung erteilt wurde

Entwässerung Abfüllplatz
Können Mineralöle oder Leichtflüssigkeiten, vor allem solche, die feuergefährlich sind oder eine explosionsfähige Atmosphäre bilden können, in ein Entwässerungssystem gelangen, so sind hinter den Ablaufstellen Abscheideranlagen für Leichtflüssigkeiten nach DIN 1999-100 und DIN EN 858 zu verwenden und zu betreiben. Ist der Abfüllplatz schlagregensicher überdacht, entfällt die Flächenentwässerung mit Ölabscheider bzw. Stapelbehälter.Für die Einleitung von Abwasser in ein öffentliches Kanalsystem ist die Entwässerungssatzung der betreffenden Kommune zu beachten. Für die Abwassereinleitung aus der Kfz-Wäsche ist bei der Unteren Wasserbehörde eine Genehmigung nach § 59 Landeswassergesetz (LWG) zu beantragen. Soweit keine Anschlussmöglichkeit an ein öffentliches Kanalsystem besteht, sind Maßnahmen einer geordneten Entwässerung mit der Unteren Wasserbehörde abzustimmen.

Genehmigungsverfahren – Prüfpflicht
Die Eignung des Abfüllplatzes und des Lagerbehälters ist gegenüber der Unteren Wasserbehörde vor Inbetriebnahme der Anlage nachzuweisen. Abfüllplätze < 30 m2 und Lagerbehälter mit einem Fassungsvermögen bis 50 m3 benötigen keine Baugenehmigung; bei Errichtung einer Eigenverbrauchertankstelle in Gebäuden (Scheunen, Remisen; Hallen etc.) sind besondere Brandschutzanforderungen zu beachten. Ggf. ist ein Antrag auf Nutzungsänderung bei der Unteren Baufsichtsbehörde zu stellen. Bei Kraftstofflagerbehältern >1.000 Liter innerhalb von Gebäuden ist in jedem Fall eine Baugenehmigung erforderlich. Wenden Sie sich hierzu bitte an das zuständige Bauordnungsamt.

Eigenverbrauchertankstellen mit oberirdischen Lagerbehältern mit einem Fassungsvermögen von mehr als 1,0 m³ sind einmalig vor Inbetriebnahme durch nach Wasserrecht zugelassene Sachverständige zu prüfen. Eine regelmäßig wiederkehrende Sachverständigenprüfung (alle 5 Jahre) ist bei mehr als 10 m³ Fassungsvermögen erforderlich; bei Anlagen in Wasserschutzgebieten schon bei mehr als 1.000 Liter Fassungsvermögen.

Tankstellen mit unterirdischen Behältern sind regelmäßig (alle 5 Jahre; in Wasserschutzgebieten alle 2,5 Jahre) durch Sachverständige zu prüfen.

Hinweis

Gerne beraten wir Sie unverbindlich und erstellen Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an. Tel.: 02597 / 96440